Die Bedeutung des pH-Werts im Swimmingpool

Aktualisiert: 22. Juli 2019
Das Wichtigste in der Kurzzusammenfassung.
  • Der pH-Wert wirkt sich auf die menschliche Gesundheit, korrosive Materialien und die Qualität des Wassers aus.

  • Ob pH-Senker- oder pH-Steigerer-Produkte – keinesfalls sollten sie in den Skimmer gegeben werden. Es würde zu einer sehr hohen Konzentration der Chemikalien im Skimmer kommen, welche eine stark beschleunigte Korrosion mit sich bringt.

  • Der pH-Wert des Poolwassers kann mit einem einfachen Teströhren ermittelt werden, welches anhand einer Verfärbung des Wasser den pH-Wert darstellt. Wenn dies nicht ausreichend genau genug ist, kann ein elektronisches pH-Prüfgerät erworben werden.

„Potentia Hydrogenii“ – Was ist der pH-Wert?

Je nachdem welche Größe der eigene Pool hat, sollte aus einer Richtwertetabelle ein geeigneter pH-Wert abgelesen werden. Dieser Wert gibt an, wie basisch oder sauer das Wasser ist, welche sich im Pool befindet. Aus dem Lateinischen heraus wird ph als „potentia hydrogenii“ übersetzt. Das bedeutet so viel wie die Konzentration des Wasserstoffes.

Dies ist von einem sehr großen Bedeuten für den menschlichen Körper. Wenn täglich im Wasser gebadet wird, erfolgt ein dauerhafter Austausch von Stoffen des Wassers mit dem menschlichen Körper. Ist der pH-Wert im Wasser zu niedrig kommt es schnell zu einer Verunreinigung. Die Wirkstoffe, welche das Wasser von Keimen, Bakterien und Erregern befreien soll, können nicht mehr richtig arbeiten, sodass aus dem Wasser eine Gefahrenquelle für Krankheiten wird. Ist der pH-Wert zu hoch, wirkt sich dies ebenfalls sehr negativ auf die menschliche Haut aus. Der pH-Wert des Schwimmbeckens sollte daher schwach im alkalischen Bereich liegen. So kann spezielle die Augenbindehaut vor zu starker Irritation geschützt werden. Weitere Tipps und Informationen rund um dieses Thema finden Sie in der nachfolgenden Zusammenfassung.

Auswirkungen des pH-Wertes auf den Menschen

Im menschlichen Körper muss dauerhaft ein gewisser pH-Wert herrschen. Für das arterielle Blut gilt ein Wert von 7,35 bis 7,45 als Optimal. Die Aufgabe ist es, dem Blut die Möglichkeit zu geben Sauerstoff aufzunehmen, dieses zu transportieren und somit für eine volle Funktionsfähigkeit des Körpers zu sorgen.
Wird diese Konzentration des pH-Wertes gestört, kommt es zu deutlichen Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Durch einen zu langen Aufenthalt in einem Pool, welcher einen zu hohen oder zu niedrigen pH-Wert aufweise, kann es passieren, dass das Hämoglobin im Blut Sauerstoff abgibt. Es kann zu Schwindel kommen.

Der pH-Wert der Haut liegt bei circa 5,5. Dieser Säuremantel bildet einen Schutzschild um die Haut, der Krankheitserreger fernhalten soll. Wird diese Hautschicht durch das Poolwasser angegriffen, kann die Säureschicht beschädigt werden. Die Folge ist eine sehr trockene, spannende und juckende Haut. Durch einen zu langen Aufenthalt im Wasser kann es sogar zu starken Rötungen oder Entzündungen der betroffenen Hautstellen kommen. Ebenso kommt es oftmals zu Reizungen der Augen. Dies lässt sich an einer starken Rötung erkennen.

Weitere Auswirkungen des pH-Wertes

Doch nicht nur auf den Menschen wirkt sich ein nicht idealer pH-Wert stark aus. Neben den Beschwerden, unter denen der Badende leidet, müssen auch Armaturen vor einem unzureichenden pH-Wert geschützt werden. Durch einen zu hohen Anteil an Wasserstoffen kommt es zu einer gesteigerten Korrosion der Materialien. Dies geht mit einem sehr hohen Pflege- und Reinigungsaufwand her, wenn der Pool in seiner Langlebigkeit geschützt werden soll.

Zudem kann es passieren, dass Chemikalien, die dem Pool zugegeben werden, ihre Wirkung nur gemindert entfalten können. So kann Chlor, welches zum Desinfizieren des Poolwassers genutzt wird, nicht mehr beste Leistungen entfalten. Krankheitserreger bekommen die Chance im Wasser zu überleben, was sich besonders bei kleinen Kindern als kritisch erweisen kann. Diese können, aufgrund des noch nicht allzu stark ausgeprägten Immunsystem, schneller erkranken.

Hinweis: Wichtig zu wissen ist jedoch, dass sich der pH-Wer nie genau einstellen lässt. Durch Wasserhärte und Temperaturen schwankt der Wert von Tag zu Tag. Dies erfordert eine regelmäßige Messung, mit anschließendem regulierendem Eingreifen.

Die Ermittlung des pH-Wertes: So gelingt es kinderleicht!

Um nun festzustellen, welcher pH-Wert im eigenen Pool herrscht, sollten sogenannte Testtabletten zum Einsatz kommen. In der Regel haben diese Tabletten einen Aufdruck, auf dem Phenol geschrieben steht. So kann eine Verwechslung mit Tablette, die zum Ermitteln des Chlorgehaltes im Wasser benötigt werden, verhindert werden.
Nun sollte das Teströhrchen mit Wasser aus dem Pool gefüllt werden. Anschließen wird eine Tablette hinzugefügt.
Durch kräftiges Schütteln über einem vorgeschriebenen Zeitraum, kann die Tablette ihre Messung durchführen. Nun sollte das Messröhrchen gegen die Sonne oder eine helle Lichtquelle gehalten werden, damit die Farbnuance bestens und ohne Störfaktoren abgeglichen werden kann. Auf dem Messröhrchen befindet sich ein Aufdruck, welcher die Farben mit einem pH-Wert kombiniert. So kann genau abgelesen werden, welchen pH-Wert das Wasser aufweist.

Der pH-Wert sollte im Idealfall bei 7,2 liegen. Sicherlich sind Bereiche zwischen 7,0 und 7,4 ebenso akzeptabel, denn einen perfekten Wert zu erreichen ist fast unmöglich. Hierzu wirkt die Umwelt zu stark auf das Wasser ein.

Tipp: Wenn die Messung möglichst präzise sein soll, empfehlen sich Tabletten als Messmethode. Um einen groben Überblick über den pH-Wert zu bekommen, können aber auch einfache Teststäbchen („Quick Tests“) genutzt werden.

Wie wird der pH-Wert im Swimmingpool reguliert?

Nachdem der pH-Wert des Swimmingpools ermittelt wurde, ist es notwendig ihn zu korrigieren. So können oben beschrieben Beschwerden vermieden, der Pool geschont und ein dauerhafter Badespaß garantiert werden.

So kann der pH-Wert gesenkt werden:

Die meisten Messungen werden sicherlich einen zu hohen Wert ausgeben. Dies lässt sich einfach erklären: In jedem Pool sollte eine gewisse Menge Chlor vorhanden sein, welches das Wasser deutlich basischer macht. So kann eine Verschiebung in den zu hohen pH-Wert Bereich begründet werden.
Um diesen Wert wieder zu senken und dem Optimum zu näher zu kommen „pH-Minus-Produkte“ zum Einsatz. Meist handelt es sich hierbei um Salzsäure in Granulatform. Die Dosierung wird vom Hersteller genaustens angegeben, sodass das Wasser im Handumdrehen in 0,1er Schritten gesenkt werden kann.

So kann der pH-Wert gesteigert werden:

In seltenen Fällen kommt es bei den Messungen zu einem zu niedrigen pH-Wert. Dieser sollte ebenso korrigiert werden. Ein zu saures Poolwasser kann eventuell entstehen, wenn es sehr viel regnet. In manchen Gebieten ist der Regen sehr sauer, weswegen auch das Poolwasser einen Umschlag in den abfallenden pH-Werte Bereich erfährt. Sollte die Messung einen pH-Wert unterhalb von 7,0 ergeben, sollte ein „pH-Plus-Mittel“ hinzugegeben werden.

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