Wasserpflegetipps für den Pool

Aktualisiert: 16. Juli 2019

Eine erfrischende Oase im eigenen Garten. Genau dafür kann ein eigener Pool sorgen. Glasklar ist aber, dass Sie sich mit der Anschaffung eines Pools auch Pflichten anschaffen. Eine klare Erfrischungsoase bleibt das Poolwasser nämlich nur, wenn Sie es regelmäßig kontrollieren und pflegen. Wir verraten Ihnen wie und zeigen Ihnen eine Übersicht über die gängigsten Wasserpflegetipps.

Wasserpflege hat viele Gesichter

Filtern, Pumpen, Abkeschern oder Chemie: unterschiedliche Wasserbelastungen erfordern unterschiedliche Poolpflegemaßnahmen. Daher benötigen Sie eine Poolpflege Anleitung. Neben der Basispflege ist von Ihnen vor allem jahreszeitenabhängiger Mehreinsatz gefordert. Zu den wichtigsten Wasserpflegemaßnahmen zählen

  • oberflächliche Reinigung mit Kescher.
  • mechanische Wasseraufbereitung durch Pumpen, Filter und Bodensauger
  • chemische Wasseraufbereitung in Form von Flockung, Desinfektion, PH-Regulierung und Algenbekämpfung
  • Wasserwechsel mit Tauchpumpe

Am aller wichtigsten ist für die richtige Poolwasserqualität die regelmäßige Kontrolle. Der pH-Wert und die Farbe des Wassers sagen zum Beispiel einiges über die erforderlichen Reinigungsmaßnahmen aus.

  • Türkises klares Poolwasser enthält oft Spuren von Kupfer.
  • Gelbgrünes Wasser lässt meist auf Eisenverschmutzung schließen.
  • Milchig trübes Poolwasser spricht für organische Verschmutzung.
  • An Wasserverschmutzung mit glitschigen Wänden sind oft Algen Schuld.
  • Raue Beckenwände sprechen für Wasserverkalkung.
  • pH-Werte sollten zwischen sieben und 7,4 liegen.

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Oberflächliche Poolwasserreinigung

Pollen, Blätter, Staub und ertrunkene Insekten: Tag für Tag ist das Poolwasser organischen Belastungen ausgesetzt. Viele der Verschmutzungen sammeln sich zunächst an der Oberfläche, sinken dann auf den Grund, zersetzen sich und trüben das Wasser. Einladend wirkt ein Pool dieser Art nicht. Außerdem bieten organische Verschmutzungen Bakterien einen hervorragenden Nährboden. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Verschmutzungen regelmäßig von der Wasseroberfläche zu beseitigen, bevor sie sich zersetzen. Der Kescher ist das wichtigste Instrument für die oberflächliche Wasserreinigung und Poolpflege. Neben der Grundreinigung mit dem Kescher hilft auch die mechanische Wasseraufbereitung durch Pumpen und Filteranlagen dabei, das Poolwasser sauber zu halten.

Mechanische Poolwasseraufbereitung

Die basische Poolwasserpflege beginnt mit der Anschaffung geeigneter Technik. Dazu zählt vor allem ein fähiger Filter. Filteranlagen lassen auch größeren Schmutz wie Laub und Gestrüpp abfließen und ersparen Ihnen damit einiges an Arbeit. Eine Sandfilteranlage filtert das Wasser mit Sandkörnern und müssen wöchentlich etwa fünf Minuten ausgespült werden. Bei Kartuschenfiltern können Sie dagegen einfach die Kartusche austauschen. Drei Mal täglich sollte der Filter Ihr Poolwasser komplett umwälzen, um für ausreichend Hydraulik zu sorgen. Das entspricht einer Filterlaufzeit von rund acht Stunden. Sind trotz der Wasserumwälzung leichte Verschmutzungen im Pool zu sehen, schaffen Kescher und Bodensauger Abhilfe.

Chemische Poolwasserpflege

Algen bilden sich, Keime und Bakterien lassen sich nieder und Verkrustungen liegen auf den Wänden. Kein Pool bleibt ganz ohne chemische Intervention das ganze Jahr über sauber. Zu den wichtigsten Pflegeschritten aus dem chemischen Bereich zählen die Wasserdesinfektion mit Chlor, Brom oder flüssigem Aktiv-Sauerstoff, die Algenbekämpfung mit Standard- oder Spezial-Algizid, die Flockung und der Einsatz von kalkhaltigen Überwinterungsmitteln. Auch ein Grundreiniger gegen Mineralien im Wasser tut der erfrischenden Oase gut, so vor allem bei klaren Indizien für Schwermetallbelastung. Außerdem können PH-Wert-Senker oder -Heber das Milieu des Poolwassers auf einen Idealbereich regulieren.

Wasserwechsel und Frischwasserzugabe

Bei der Wiederinbetriebnahme des Pools werden Poolanlagen idealerweise grundgereinigt. Dazu entfernen Sie erst starke Verschmutzungen wie Blätter von der Oberfläche, lassen anschließend mit einer Tauchpumpe das gesamte Poolwasser ab und reinigen den Pool mit einem Handbesen oder gegebenenfalls einem Spezialreiniger. Das Wasser danach wieder einlassen und idealerweise eine Chlortablette hinzugeben. Auch mehrmals im Jahr kann der Wassertausch Sinn machen: Algenbefall an den Wänden des Beckens lässt sich so zum Beispiel besser kontrollieren. Das Wasser muss außerdem getauscht werden, falls kleinere Säugetiere darin verenden. Wichtig: Auch einem gepflegten Pool sollten Sie regelmäßig Frischwasser zuführen, um das Milieu zu verbessern.

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Die wichtigsten Pflegemaßnahmen im Detail

Flockung, Desinfektion und ph-Check – da soll einer noch den Überblick behalten. Welche Maßnahme steht in welchem Kontext an, welche Produkte zur Poolwasserpflege werden benötigt und was genau passiert bei den einzelnen Poolpflegeschritten?

pH-Check – was hilft die pH-Regulierung?

ph-Werte spielen für alle anderen Parameter des Wassers eine Rolle und sagen zum Beispiel aus, wie günstig das Wassermilieu für Bakterien und Keime ist. Um den Überblick über die Wasserqualität zu behalten, führen Sie einmal die Woche einen pH-Check mittels Messstreifen durch. Der Idealwert für Schwimmbecken-Wasser beträgt zwischen 7,0 und 7,4. Dieser pH-Bereich reizt Ihre Schleimhäute nicht, greift das Material des Pools kaum an und zeigt beste Kompatibilität mit Wasserpflege-Mitteln. Auch die chemische Wasserzusammensetzung lässt sich aus dem pH-Wert ablesen. Werte über 7,6 sprechen für zu alkalisches und solche unter sieben für zu saures Wasser. Hohe pH-Werte liegen oft an hartem Wasser. Niedrig ist der pH-Wert bei weichem Wasser. Zur Anpassung der Werte stehen leicht lösliche pH-Senker und alkalische pH-Heber zur Verfügung, die dem Wasser zugegeben werden.

Desinfektion

Die Desinfektion von Poolwasser ist vor allem im Sommer entscheidend. Bakterien und Keime entwickeln sich im Wasser vorwiegend ab Außentemperaturen von 20 Grad Celsius. Organische Verunreinigungen ballen sich zusammen und wirken einladend auf Keime. Chlorpräparate zeigen gegen organische Verunreinigung die beste Wirkung. Als Oxidationsmittel können neben stabilisierten Chlorprodukten auch Aktiv-Sauerstoff oder Brom zum Einsatz kommen. Alle drei Mittel verbrennen Keime durch Oxidation. Schnell-Chlor-Granulate sind schnelllöslich und dienen der Stoßchlorung oder Wiederanhebung von Chlorwerten unter 0,6 mg/l. Schnell-Chlor-Tabletten sind zur laufenden Chlorung gedacht und langsam lösliche Langzeit-Chlor-Tabletten entsprechen Chlor-Triazin-Verbindungen mit rund 90 Prozent aktivem Chlorgehalt, wie sie zur permanenten Durchchlorung von unterschiedlichen Wasser- und Filter-Systemen zum Einsatz kommen. Flüssiger Aktiv-Sauerstoff enthält wiederum einen Aktiv-Sauerstoff-Aktivator und kommt vor allem gegen beginnenden Algenbefall zum Einsatz.

Algenbekämpfung

Algen im Pool deuten schlechte Wasserqualität und beginnenden Bakterienbefall an. Für Keime aller Art bilden sie einen guten Nährboden. Aus diesem Grund müssen sie mittels Desinfektion oder speziellen Algiziden aktiv bekämpft werden. Algen sind anspruchslose Organismen und vermehren sich in Gewässern rasant. Algenbekämpfung ist daher in jedem Schwimmbecken notwendig. Schaumarme Algizide stehen in Standard- und Spezial-Varianten zur Verfügung. Letztere eigenen sich vor allem für Gegenstromanlagen. Die Algenmittel bekämpfen Algenbildung präventiv. Das heißt, dass sich bei regelmäßiger Anwendung gar nicht erst Algen bilden und Sie auf diese Weise einiges an Desinfektionsmittel einsparen.

Flockung

Die Filteranlage fängt größere Schmutzteile aus dem Poolwasser ab. So hilfreich das auch ist, so wenig Abhilfe kann der Filter gegen Kleinstschmutz leisten. Flockungsmittel schaffen Klarheit, indem sie Kleinstpartikel im Wasser bekämpfen. Für klare Wasserqualität ist der Präventiveinsatz zu empfehlen.

Hinweis: Das Flockungsmittel muss mit der Filteranlage kompatibel sein. Außerdem müssen Sie den Filter abstellen, während sie flocken. Die kleinen Schmutzpartikel setzen sich nach der Flockung am Boden des Beckens ab und lassen sich mit einem Poolsauger entfernen.

Arbeit kommt vor dem Vergnügen: so auch beim Swimmingpool im eigenen Garten. Kurzum ist ein Pool nicht nur mit Badespaß verbunden. Für den Eigentümer geht die Anschaffung mit zahlreichen Aufgaben einher. Wie wäre es da, wenn man Ihnen einige der anstehenden Reinigungsaufgaben abnehmen würde? Für wen sich das gut anhört, der sollte einen eigenen Poolroboter Test durchführen. Klassische Poolroboter kümmern sich um den Beckenboden. Für Schwimmbecken mit Glasmosaik sind Robotermodelle erforderlich, die Spezialbürsten tragen und damit mehr Bodenhaftung besitzen.

Moderne Poolrobotermodelle lassen sich bereits mittels Fernbedienung lenken und können im Einzelfall sogar die Wände des Beckens besteigen. Nur die Ecken und Kanten des Pools stellen auch für moderne Reinigungshelfer noch immer ein Problem dar. Ein Poolroboter wird Sie also nicht von allen Arbeiten erlösen. Oberflächliche Wasserreinigung, chemischen Wasseraufbereitung oder Wassertausch liegen noch immer bei Ihnen. Trotzdem können die smarten Helfer Ihr Arbeitspensum wesentlich reduzieren.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Wasserpflege hat viele Gesichter
  2. Die wichtigsten Pflegemaßnahmen im Detail
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