Welche Materialien eigenen sich zum Pool selber bauen?

Aktualisiert: 17. Mai 2019
Das Wichtigste in der Kurzzusammenfassung.
  • Das Material für den Poolbau richtet sich nach dem Design. Ein Schwimmteich basiert auf einem völlig anderen Konzept als ein Terrassenpool mit Wellnessbereich oder ein funktionales Becken zum Bahnenschwimmen. Von Kunststoffen über Betonverschalungen bis hin zu Naturstein ist alles denkbar.

  • Neben der Form und dem Zweck müssen auch technische Installationen berücksichtigt werden. Heizungen, Wasserleitungen und zusätzliche Ausstattung wie Treppen oder Massagefunktionen benötigen entsprechende Konstruktionen. Diese erfordern wiederum bestimmte Materialien, um Funktionalität und Sicherheit zu gewährleisten.

  • Die Kosten für das Material sind sehr unterschiedlich. So ist Poolfolie zum Beispiel erheblich günstiger als hochwertige Keramikfliesen oder aufwendig verarbeitete Steinplatten.

Das richtige Pool-Layout

Nachdem das benötigte Material neben den Abmessungen auch von der Bauart des Pools abhängt, empfiehlt sich eine genaue Planung. Die Gestaltung der gesamten Pool-Anlage hat also maßgeblichen Einfluss auf die notwendigen Materialien.

Falls Sie einen Pool selber bauen wollen, lässt sich die Materialliste stark beschränken. Diverse im Handel erhältliche Kunststoffplanen sind ausreichend, um das blanke Erdreich von der Wasserbefüllung zu trennen. Die Randgestaltung erfolgt in der Regel durch Bepflanzung und Kies oder schweres Gestein, das auch zur Fixierung der Folie im Uferbereich dient.

Soll ein fertiger GFK-Pool zum Einsatz kommen, bedarf es je nach Grundstück und Beckenvolumen einer fachgerechten Hinterfüllung der stark belasteten Wandungen. Bei baulichen Mängeln im ebenerdigen Bereich kann es hauptsächlich zu finanziellen Schäden kommen. Insbesondere bei Hanglagen und allzu gewagten Eigenkonstruktionen besteht aber auch eine nicht zu unterschätzende Unfallgefahr für Personen.

Bei einem Becken für den sportlichen Einsatz ist die klassische Rechteckform ideal. Für das ernsthafte Schwimmtraining kommen auch im semi-professionellen Becken nur gemauerte Seitenwände und je nach Einzelfall auch nur eine bestimmte Wassertiefe in Frage. Sollen sogar Startblöcke und geeignete Beckenränder genutzt werden, steigen der bauliche Aufwand und die nötigen Materialmengen demgemäß an.

Bedenken Sie also bei aller Kreativität auch Ihre persönlichen Erfahrungen und Fähigkeiten im Handwerk, um zeitintensive und teure Nachbesserungen zu vermeiden.

Die Werkstoffe

Zu verschiedenen Materialien und deren Handhabung sind gewisse Kenntnisse erforderlich. Prinzipiell wird es aber jedem ambitionierten Anfänger und Gelegenheitsheimwerker möglich sein, eine Pool-Innenhülle zu verlegen.

Wenn Betonplatten verwendet oder Fliesen verlegt werden sollen, handelt es sich um kein Einstiegsprojekt. Mit Schalsteinen für die Seitenwände und dem Überputzen verhält es sich ähnlich. Zwar kann diese Bauart als anwendungsfreundlicher gelten, ist im Hinblick auf professionelle Ergebnisse dennoch alles andere als trivial. Hinzu kommt beim Fliesen einer Schalsteinmauer der hohe Materialeinsatz, zudem noch Fliesenkleber und die Betonfüllung.

Die Randgestaltung wird leicht übersehen. Hierzu zählt neben dekorativen Elementen auch der Ausstiegsbereich mit eventuellem Liegeplatz. Ebenso muss die Unterbringung weiterer Technik wie Pumpen für die Filterung oder eine Gegenstromanlage bedacht werden. Falls Sie Extras wie eine Dusche und Beleuchtung (vor allem unter Wasser) verbauen wollen, brauchen Sie spezielle Werkstoffe. All dies sollte in die Überlegungen zur Auswahl des Baumaterials einfließen, das zur gesamten Poolanlage gehört.

Was kostet das Material?

Sämtliche Baumaterial, Dichtstoffe und Zubehör werden in unterschiedlichen Qualitäten angeboten. Bei der einfachsten Variante eines Schwimmteichs genügt mitunter die Auskleidung der Beckenform mit spezieller Poolfolie. Wenn die sogenannte Innenhülle nicht passgenau vorgefertigt ist, müssen die Folienbahnen miteinander verklebt oder verschweißt werden. An dieser Stelle fallen dann Zusatzkosten für Hilfsmaterial an. Im Gegensatz zu gefliesten oder gemauerten Grundplatten und Seitenwänden stellt die Folierung die kostengünstigste Abdichtung dar.

Rechenbeispiel: Die Innenauskleidung für ein gängiges Rechteck-Becken mit fünf Metern Länge, vier Metern Breite und anderthalb Metern Tiefe beläuft sich durchschnittlich auf 800 Euro. Je nach Güte des Materials sind aber auch die doppelten oder dreifachen Kosten keine Seltenheit.

Bei einem Projekt mit Schalsteinen, Beton und Fliesen reicht dieser Ansatz freilich bei weitem nicht aus. Ein zwei Meter tiefes Schwimmbecken mit einer Grundfläche von zwanzig Quadratmetern kostet zusammen mit der Pool-Technik schnell einen fünfstelligen Betrag.

Vergessen Sie nicht die etwaigen Kosten für die Entsorgung von Aushub. Der Abtransport des Erdreichs für einen durchschnittlichen 20m²-Pool summiert sich auf bis zu 1000 Euro.

Den Kompromiss aus beiden Konzepten bildet eine Innenmauer mit oder ohne Bodenplatte und eingelegter Folie aus PVC- oder PE-Kunststoffen.
Wenn Sie die Baugrube mit einem einfachen Mauerwerk bestücken möchten, ist daher mit mindestens vierstelligen Kosten zu rechnen. Der Verzicht auf Fliesen unter Verwendung einer Innenhülle hilft beim Bau eines preiswerten Pools.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Das richtige Pool-Layout
  2. Die Werkstoffe
  3. Was kostet das Material?
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