Wissenswertes zu Sandfilteranlagen und Poolpumpen

Aktualisiert: 9. Juli 2019

Eine Sandfilteranlage gehört zu den wichtigsten Bestandteilen eines Swimmingpools. Daher möchten wir unseren Beitrag zur Sandfilteranlage mit diesem Artikel um weiteres Fachwissen ergänzen. Die Filteranlage funktioniert auf eine relativ simple Art: Eine Poolpumpe saugt das Wasser im Schwimmbecken an, anschließend fließt es über das Ventil zur Sandfilteranlage. Hier befindet sich ein sogenannter Filterkessel, in den man Filtersand einfüllt.

Das Wasser fließt durch diesen Sand und wird dadurch von großen und kleinen Verunreinigungen gesäubert. Anschließend gelangt es durch Einlaufdüsen zurück in das Schwimmbecken.

Welche Sandfilteranlage ist die richtige für welchen Pool?

Wer sich eine Sandfilteranlage kaufen möchte, macht sich unter Umständen darüber Gedanken, welche die richtige ist – denn die Auswahl auf dem Markt ist inzwischen groß und nicht jedes Produkt eignet sich für jeden Pool.

Wir haben im Rahmen dieser Recherche einige Poolbauer befragt und ebensoviele Ratgeber-Webseiten durchleuchtet. Hier kommt es laut unterschiedlichen Quellen bei der Auswahl von Produkten vor allem darauf an, welche Anforderungen man an den Pool stellt. Wichtige Überlegungen sind allerdings schon im Vorfeld, wo man die Sandfilteranlage platzieren möchte, wie schnell das Wasser gesäubert werden sollte und ob das Wasser auch beheizt werden soll.

So macht es zum Beispiel bereits einen Unterschied, ob die Sandfilteranlage in einem Pool oder in einem Teich im Garten installiert werden soll. Oft macht es in einem Teich mehr Sinn, ein Heizmodul zu installieren, während Sandfilteranlagen in der Regel vor allem in Pools zum Einsatz kommen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Fläche des Schwimmbeckens an sich.

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Abhängig vom jeweiligen Wasservolumen muss auch die Größe der Sandfilteranlage entsprechend gewählt werden. Darüber hinaus sollte man sich einen Überblick über die einzelnen Hersteller verschaffen: Nicht alle Modelle weisen dieselben Qualitätsstandards auf – hier kann ein Vergleich sehr hilfreich sein. Die Umwälzleistung ist zu guter Letzt ebenso ein essenzielles Kriterium – je höher diese ist, desto schneller erfolgt die Reinigung.

Die Filterleistung bei der Sandfilteranlage – warum sie so wichtig ist

Um die Filterkapazität, die von einer Sandfilteranlage geleistet werden sollte, herauszufinden, gilt es als Erstes zu überlegen, wie viel Wasser überhaupt in das Becken passt. Idealerweise erfasst man diesen Wert in Liter und in Kubikmeter. Die Filterleistung wird grundsätzlich in m³ Wasser / h angegeben. Hier gilt als wichtigste Regel: Der Filter kann im Schnitt alle vier Stunden vollständig das ganze Wasser im Pool filtern.

Hinweis: Ein Beispiel – Beträgt die Filterleistung 4 m³ / h, dann eignet sich dieses Filtermodell für einen Pool, der maximale ein Volumen von 16 m³ aufweist.

Ebenfalls muss berücksichtigt werden, dass neben der Filterleistung auch die Leistung der im Pool eingebauten Wasserpumpe entsprechend hoch ist. So sollten beide Geräte aufeinander abgestimmt sein: Eine Sandfilteranlage mit einer Kapazität von 4 m³ / h eignet sich gut, um sie in Kombination mit einer Wasserpumpe, die pro Stunde 4000 l pumpt, zu verwenden.

Sandfilter oder Sandfilteranlage – was ist die bessere Wahl?

Wenn man auf der Suche nach einer Sandfilteranlage ist, so hat man die Wahl zwischen kompletten Anlagen für den Pool und einzelnen Filtern.

Wenn bereits eine Pumpe und entsprechende Anschlüsse installiert sind, ist im Grunde nur noch ein Filterkessel erforderlich. Wenn all das noch fehlt, dann macht es meist mehr Sinn, direkt eine ganze Sandfilteranlage zu kaufen.

Diese sind heutzutage in großer Auswahl erhältlich: Während es für kleinere Pool kompaktere Modelle gibt, kann man natürlich ebenso für großflächigere Becken Sandfilter kaufen, die ein Wasservolumen von bis zu 50 m² problemlos reinigen können.

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Und gerade weil die Auswahl so groß ist, ist es häufig schwer, die richtige Wahl zu treffen. Bekannte Hersteller, wie unter anderem Steinbach, Intex, Mauk, Miganeo oder Bestway sind nur einige der vielen Anbieter mit einem umfangreichen Sortiment.

Fest steht, dass es für jeden Anwender die richtige Sandfilteranlage im Handel gibt, weswegen es zu empfehlen ist, vorher möglichst viele Produkte miteinander zu vergleichen. Ebenfalls ist es wichtig zu beachten, dass eine Anlage für einen Schwimmteich mit Pflanzen und Fischen im Zweifelsfall weniger geeignet ist als für einen Pool mit Fliesen, der nur zum Baden da ist.

Welche Vorteile eine Sandfilteranlage bietet

Wie der Name bereits verrät, ist die Sandfilterlage dazu da, mit Hilfe von speziellem Filtersand das Poolwasser zu reinigen. Hierfür wird in der Regel Quarzsand verwendet. Vergleicht man die Kosten für eine Sandfilteranlage mit jenen für eine Kartuschenfilteranlage, so sind diese in der Anschaffung meist höher – der Betrieb ist langfristig dennoch günstiger und lässt sich zudem leichter bedienen. Sandfilteranlagen sind daher zumeist für größere Becken geeignet, die sich im Freien befinden und daher äußeren Einflüssen, wie Laub oder Vogelkot, ausgesetzt sind.

Hinweis: Die Reinigung einer Filteranlage gestaltet sich recht einfach.

Dafür ist es lediglich notwendig, die Anlage rückzuspülen, was bedeutet, dass die Verschmutzungen über einen extra Kanal abgespült werden. Rückspülungen sollten einmal pro Woche durchgeführt werden bzw. immer dann, sobald die Anzeige des Manometers erneut um 0,3 bar ansteigt. Wenn noch häufiger eine Rückspülung erforderlich ist, kann es sein, dass der Sand bereits zu verschmutzt ist. Dann ist ein Austausch erforderlich, der in der Regel zu jeder dritten oder vierten Saison erfolgt.

Poolpumpe

Damit das Wasser im Swimmingpool stets hygienisch rein bleibt, ist es neben der manuellen Poolpflege wichtig, eine Poolpumpe zu installieren – sie sorgt für eine optimale Pflege des Wassers im Becken. Idealerweise wird die Pumpe aus diesem Grund schon zu Beginn in die Planungen mit eingezogen. Wenn man bereits über ein Becken ohne Pumpe verfügt, dann lohnt sich der Kauf auch danach noch in jedem Fall, den die Poolpumpe bietet jede Menge Vorteile.

Wie funktioniert die Poolpumpe?

Schwimmen im kühlen Nass macht natürlich immer Spaß – doch dafür ist es erforderlich, dass das Wasser im Pool auch sauber und nicht etwa von Laub, Vogelkot oder anderen äußeren Einflüssen verschmutzt ist. Genau aus diesem Grund sollte nicht auf eine leistungsstarke Poolpumpe verzichtet werden.

Sie funktioniert nach einem ganz einfachen Prinzip: Die Pumpe saugt das Wasser an der Oberfläche an, was mittels eines Skimmers bzw. der Überlaufrinne an den Poolwänden geschieht. Anschließend gelangt dieses in einen Filter, wobei es sich entweder um eine Kartuschen – oder Sandfilteranlage handelt. Nun wird das Wasser gesäubert und gelangt anschließend über die Einlaufdüsen wieder zurück in das Becken. Man bezeichnet diesen Prozess auch als sogenannte Umwälzung. Findet die Umwälzung nicht oder nur in ungenügendem Maße statt, kann es schnell zu Algen im Pool kommen.

Darüber hinaus hat eine Poolpumpe die Funktion, Chemikalien im Wasser zu verteilen, welche auch für die chemische Reinigung des Wassers nötig sind. Denn natürlich reicht es nicht aus, nur grobe Verschmutzungen im Becken zu entfernen – Schweiß, Urin und andere Bestandteile sorgen mit der Zeit nämlich ebenfalls für unsauberes Wasser, das gereinigt werden muss. Eine leistungsstarke Poolpumpe verringert im besten Fall die notwendige Menge an Reinigungsmittel im Wasser – das spart auf lange Sicht hin eine Menge Kosten.

Worauf beim Kauf einer Poolpumpe zu achten ist

Mittlerweile gibt es eine Menge verschiedener Poolpumpen auf dem Markt, die sich sowohl im Hinblick auf Leistung als auch auf die Größe stark voneinander unterscheiden. Wichtig: Achten Sie darauf, dass die Pumpe auch wirklich für die Größe Ihres Pools konzipiert und daher auch für das Wasservolumen im Pool geeignet ist.

Umwälzungen sollten jeden Tag im Wasser stattfinden und mehrere Stunden andauern, was bedeutet, dass die Pumpe im Grunde die ganze Zeit betrieben werden muss. Im Durchschnitt ist für einen Pool mit einem Volumen von 18 m³ Wasser eine Poolpumpe, die pro Stunde 6 m³ umwälzt, ausreichend. Führt man dann zwei Mal pro Tag eine Umwälzung durch, ist das Gerät für sechs Stunden in Betrieb. Es empfiehlt sich, vor dem Kauf, eine Vergleichstabelle zu Sandfilterpumpen anzusehen oder sich im Fachgeschäft beraten zu lassen.

Poolpumpe und Filter – worauf außerdem geachtet werden muss

Poolpumpen bestehen prinzipiell aus zwei Bestandteilen: Der eigentlichen Pumpe und der Filteranlage. Pumpen sind in den unterschiedlichsten Varianten im Handel erhältlich. Die Unterschiede zeigen sich hier vor allem in der Umwälzleistung pro Stunde.

Hinweis: Je größer die Fläche bzw. das Volumens des Beckens, desto höher sollte auch die Leistung der Pumpe sein.

Sollte man sich selbst nicht sicher sein, welches Produkt sich am besten für den eigenen Pool eignet, ist es am besten, sich das Wasservolumen seines Beckens zu notieren – sowohl in Liter als auch in Kubikmeter – und sich anschließend in ein Fachgeschäft zu begeben, um sich beraten zu lassen. Ein Experte kann Ihnen direkt mitteilen, welcher Filter für das Schwimmbecken im Garten der richtige ist und wie die Installation erfolgen sollte.

Meist kann diese auch selbst durchgeführt werden, ohne dass dafür die Hilfe eines Fachmanns notwendig ist. Achten Sie hier jedoch darauf, eine ausführliche Anleitung vom Hersteller zu erhalten. Weitere Informationen zur Poolpflege Anleitung und zum Poolbau finden Sie in unserem Poolratgeber.

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